

Am Freitag, den 3. Juli, war es endlich so weit: Die Jahrgangsstufe 9 des AHG startete bei strahlendem Sonnenschein in ihr besonderes Projekt „Herausforderung – Einfach machen“. Auf dem Schulhof herrschte eine Mischung aus Vorfreude, Nervosität und Abenteuerlust, als die Schüler:innen von ihren Lehrer:innen und zahlreichen Eltern verabschiedet wurden.
Die Sonne meinte es gut mit den Jugendlichen, die mit gepackten Rucksäcken, Fahrrädern und viel Motivation in ihre selbst geplanten Herausforderungen starteten. Der Abschied war herzlich – viele Eltern drückten ihren Kindern noch ein letztes Mal die Daumen, Lehrer:innen gaben motivierende Worte mit auf den Weg.
Die Besonderheit des Projekts: Die Teilnehmer:innen haben ihre Herausforderungen komplett eigenständig geplant. Jede Kleingruppe verfügt über ein sehr begrenztes Budget, das für Fahrtkosten, Übernachtungen, Lebensmittel und Freizeitaktivitäten reichen muss. Das bedeutet: genau kalkulieren, kreativ werden, Prioritäten setzen. Diese finanzielle Begrenzung ist bewusst Teil der Herausforderung – sie stärkt Selbstständigkeit, Teamfähigkeit und Verantwortungsbewusstsein.
Die Projekte könnten unterschiedlicher kaum sein. Einige Gruppen steigen aufs Fahrrad, um die Niederlande zu erkunden oder die Höhen von Winterberg zu bezwingen. Andere wiederum reisen mit dem Zug nach Berlin, um dort eine Woche lang Großstadtluft zu schnuppern und eigene Projekte umzusetzen.
Ob sportliche Tour, kulturelle Entdeckung oder soziale Aktion – jede Gruppe hat ihr eigenes Ziel und ihre eigene Idee davon, was eine echte Herausforderung bedeutet.
Eine Woche lang werden die Jugendlichen unterwegs sein, Erfahrungen sammeln, Hindernisse meistern und über sich hinauswachsen. Am Freitag, den 10. Juli, kehren sie zurück – sicher mit vielen Geschichten, neuen Erkenntnissen und einem großen Gefühl von Stolz.
Mit viel Einsatz, Kreativität und Teamgeist hat der Projektkurs "Musical" der Q1 am 23. und 24.06. im Kulturquadrat Ahaus das Musical Footloose auf die Bühne gebracht - und damit die Schulgemeinschaft des AHG an zwei Abenden restlos begeistert.
Organisiert wurde die Produktion von den 31 Schüler:innen des Projektkurses, die das gesamte Musical in bemerkenswerter Eigenverantwortung auf die Beine gestellt haben. Geleitet wurde der Kurs von Daniela Gremm (Musik) und Marius Sondermann (Regie/Schauspiel). Dabei übernahmen die zwei Lehrkräfte, auf Basis ihrer Erfahrung aus zwei vorangegangenen Musical-Projekten, bewusst eine beratende Rolle ein - die eigentliche Arbeit lag in den Händen der Schüler:innen.
Schon zu Beginn des Projekts wurde deutlich, wie viel Potenzial in der Schulgemeinschaft steckt: In einem dreitägigen Casting entdeckte der Projektkurs 68 Talente aus den Jahrgangsstufen 6 bis Q1, die schließlich Teil der Produktion wurden. Auch die gesamte Organisation wurde eigenständig vom Projektkurs übernommen. Ob Regie, Schauspiel und Gesang, Choreografie, Bühnenbild, Kostüm und Maske oder organisatorische Aufgaben wie Kartenverkauf und Sponsoring - die Schüler:innen verantworteten alle Bereiche selbst.
Die Vorbereitungen für Footloose erstreckten sich über ein ganzes Jahr. Nach den Weihnachtsferien begannen die intensiven Proben, die teilweise sogar an Wochenenden stattfanden. Gerade die letzte Probewoche war für alle Beteiligten sehr anstrengend. Umso schöner war es zu sehen, dass sich die Mühe mehr als gelohnt hat. Im Laufe des Projekts sind nicht nur beeindruckende Szenen und musikalische Momente entstanden, sondern auch viele neue Freundschaften.
Die beiden Aufführungen wurden schließlich zu einem vollen Erfolg. Das Publikum war begeistert und belohnte die Darsteller:innen und alle Mitwirkenden am Ende mit Standing Ovations. Besonders die mitreißende Choreografie der Tänze, das kreativ gestaltete Bühnenbild, die starken Gesangseinlagen und natürlich die fantastische Live-Musik machten die Abende zu etwas ganz Besonderem.
Ein herzlicher Dank gilt an dieser Stelle den Lehrkräften des AHG, die dieses Projekt unterstützt haben. Allen voran ist hier Eva Gröner zu nennen, die erneut am Klavier eine unverzichtbare Stütze der Live-Band war - ohne sie wäre dieses Projekt in dieser Form nicht möglich gewesen. Ebenso gilt unser Dank Michael Nienkemper, dessen handwerkliche Fähigkeiten eine große Bereicherung für das Bühnenbild waren, sowie Markus Hemsing und Raphael Wissing, die dem Charakter des Coach Roger Dunbar eine ganz besondere Note verliehen haben. Ein weiterer herzlicher Dank gilt allen fantastischen Musiker:innen der Live-Band, die dieses Projekt auf besondere Weise bereichert haben.
Das Musical hat eindrucksvoll gezeigt, wie viele talentierte Schüler:innen es am AHG gibt. Footloose bot ihnen die Möglichkeit, sich vor einem breiten Publikum zu präsentieren und ihr Können unter Beweis zu stellen. Gleichzeitig war das Projekt ein wichtiger Beitrag für das Gemeinschaftsgefühl am AHG, denn es hat Menschen aus unterschiedlichen Jahrgangsstufen zusammengebracht und gezeigt, was gemeinsam erreicht werden kann.
Die Schulgemeinschaft des AHG bedankt sich herzlich beim Förderkreis des AHG, ohne dessen Unterstützung das Musical nicht möglich gewesen wäre, bei der Stadt Ahaus für ihre Unterstützung und die Bereitstellung des Kulturquadrats an drei Tagen sowie bei den Sponsoren und allen weiteren Beteiligten, die diese beiden besonderen Abende möglich gemacht haben. Footloose wird der Schulgemeinschaft sicherlich noch lange in Erinnerung bleiben.
Zum Inhalt des Stückes
Bei den beiden Aufführungen am 23. und 24.06. waren die Rollen jeweils unterschiedlich besetzt. Dabei bezeichnet der erste Name in der Klammer die Besetzung vom 23.06., der zweite die des 24.06.
Das Musical Footloose erzählt die Geschichte des Jugendlichen Ren McCormack (Laurenz ter Heegde 10c / Muhannad Assaf 9c), der mit seiner Mutter Ethel (Pia Grummel Q1 / Kawthar Bourbia 9b) aus Chicago in die kleine Stadt Bomont zieht. Dort muss er sich an ein völlig anderes Leben gewöhnen: Tanzen und Rockmusik sind verboten. Das Verbot wurde von Reverend Shaw Moore (David Molnar 10c / Georg Wenzlaff Q1) eingeführt, der nach einem tragischen Autounfall, bei dem mehrere Jugendliche ums Leben kamen, versucht, die jungen Menschen vor weiteren Gefahren zu schützen.
In der neuen Schule lernt Ren schnell neue Freunde kennen, darunter Willard Hewitt (Christoff Steffan van der Veen Q1 / Jonah Sanft 9c), der ihm hilft, sich in Bomont einzuleben. Gleichzeitig verliebt sich Ren in Ariel Moore (Mia Mara Müller Q1 / Lea Sophie Bleckwedel Q1), die rebellische Tochter des Reverends. Ariel fühlt sich von den strengen Regeln ihres Vaters eingeengt und sucht nach mehr Freiheit. Unterstützt wird sie von ihren Freundinnen Rusty (Lea Sophie Bleckwedel Q1 / Mia Mara Müller Q1), Wendy Jo (Romy Kösters 8b / Lilli Löwemann 7a) und Urleen (Hatice Selma 6d / Yori Tieben 9c), die mit ihrer Lebensfreude und ihrem Humor für viele unterhaltsame Momente sorgen.
Auch die Erwachsenen spielen eine wichtige Rolle: Vi Moore (Mia Gausling EF / Carolin Stegemann Q1), die Frau des Reverends, versucht zwischen ihrem Mann und ihrer Tochter zu vermitteln und setzt sich für mehr Verständnis innerhalb der Familie ein. Ethel McCormack unterstützt ihren Sohn bei seinem Kampf für das, was er für richtig hält, obwohl sie selbst vor den Herausforderungen eines Neuanfangs steht.
Gemeinsam setzen sich Ren und seine Freunde dafür ein, das Tanzverbot aufzuheben. Dabei müssen sie viele Hindernisse überwinden und Vorurteile abbauen. Schließlich erkennen die Erwachsenen, dass Vertrauen und gegenseitiges Verständnis wichtiger sind als Verbote. Am Ende wird das Tanzverbot aufgehoben, und die Bewohner von Bomont feiern gemeinsam einen großen Tanzabend – ein Symbol für Versöhnung, Freiheit und Zusammenhalt.
Als das Alexander-Hegius-Gymnasium im Jahre 2006 sein großes Jubiläum feierte, kam unter anderen vielen Ideen auch der Gedanke auf, einen Verein der Ehemaligen des AHG zu gründen, um die Verbundenheit der Ehemaligen und „Aktiven“ an der Schule noch enger zu gestalten. Zwar existiert schon ein Freundeskreis, zu dem alle die Schule Besuchenden eingeladen sind, doch sollte die Verbindung zu und unter den Ehemaligen doch noch deutlicher verstärkt werden.
Also ging man ans Werk, und das Motto des Vereins wurde auch gleich im bald darauf erarbeiteten Vereinslogo deutlich. Der angedeutete Brückenschlag soll die Verbundenheit zum AHG symbolisieren, so der erste Vorsitzende des Vereins, Winfried Terwolbeck. Die ehemaligen Schüler des Gymnasiums Christoph Almering und Sigrid Dorgeist leisteten zur Entwicklung dieses Logos einen besonderen Beitrag.
Um den Zusammenhalt Verein – Gymnasium besonders zu betonen, war der Verein auch schon auf der Abitur-Abschlussfeier am 16. Juni 2007 mit einem Info-Stand vertreten, auch wurden Grußworte und eine Einladung zur Mitgliedschaft an die „ehemaligen“ Schülerinnen und Schüler gerichtet.
Bei seiner ersten Mitgliederversammlung am 14. September 2007 bestätigte der Verein dann seinen Gesamtvorstand der nun aus Winfried Terwolbeck (Vorsitzender), Christian Uppenkamp (Stellvertretender Vorsitzender), Wolfgang Niehues (Schriftführer), Werner Kortbuß (Kassenwart) sowie den Beisitzern Sigrid Dorgeist, Andreas Beckers und Reinhart Wahle besteht.
Diese Versammlungen sollen dann alle zwei Jahre stattfinden. Dabei soll auf diesen Versammlungen über das aktuelle Schulgeschehen kurz informiert werden. Hierzu gehören beispielsweise Anzahl der Schüler und Lehrer, aktuelle Schulkonzepte und Entwicklungen in diesem Bereich. Auch sind Beiträge aus dem Schulleben denkbar. Schön wären auch Beiträge ehemaliger Schüler. Inhalte könnten Erfahrungsberichte aus dem Schülerleben oder auch aus der eigenen beruflichen Karriere sein (z.B. Künstler, Autoren, Musiker). Sofern es sich ergibt, könnte auch ein „Revivalband“, bestehend aus Ehemaligen, aufspielen. Es ist klar, dass sie Schule ständig auf der Suche nach Referenten mit interessanten Themen ist. Diese könnten u.a. Vorträge an der Schule für Schüler oder im Rahmen der „Ahauser Schlossgespräche“ halten. Die Verbundenheit der Ehemaligen sollte sich auch in praktischen Dingen entwickeln und bewähren: So wäre es denkbar, dass der Verein auch Kooperationen zwischen dem AHG und der allgemeinen Wirtschaft unterstützt. So könnten beispielsweise Praktikums- und/oder Ausbildungsstellen sowie Arbeitsplätze über Vereinsmitglieder vermittelt werden. Noch weitergehende Überlegungen sollten dabei nicht aus den Augen verloren werden.
Wie soll sich nun der Verein nach außen darstellen? In seinem noch recht jungen Leben haben sich folgende Entwicklungen abgezeichnet: Alles Wissenswerte kann im Internet unter www.vde-ahg.de nachgelesen werden. Auch sind unter diesem Link weitere Informationen über den Verein und Veranstaltungen der Schule erhältlich. Ganz wichtig ist natürlich die Mund-zu-Mund-Propaganda der einzelnen Mitglieder in ihrem Bekannten- und Freundeskreis und natürlich Präsenz in der Schule und Öffentlichkeit. Weiterhin werden regelmäßige Informationen über die Arbeit des Vereins im Rahmen eines „newsletter“ – z.B. über Stufenjubiläen, besondere berufliche und sonstige Erfolge Ehemaliger u.a.m. – herausgegeben.
Über die Möglichkeiten des Internetauftritts berät der Vorstand zur Zeit sehr eingehend, zumal sich die Thematik auch aus datenschutzrechtlichen Auflagen als sehr schwierig herausstellt. Die Mitglieder hatten auf der Versammlung u.a. den Wunsch geäußert, auf die Namens- und Adressenliste des Vereins und gegebenenfalls weitere Angaben zurückgreifen zu können. Die Internet-Seite müsste zudem „professionell“ gepflegt und geführt werden, um aktuell zu sein. Die Beratungen und Gespräche des Vorstands zu diesem Thema stehen kurz vor dem Abschluss.
Eine sehr wichtige Rolle sollen natürlich auch Fördermaßnahmen des Vereins spielen.
Was ist bisher geschehen?
Die Bildungsarbeit am AHG soll auf materielle und ideelle Weise unterstützt werden. So wurden finanzielle Beiträge zur Durchführung von „Kinderuniversitätstagen“ geleistet, an denen ein reges Interesse der gesamten Ahauser Öffentlichkeit zu beachten ist. Ziel dieser Veranstaltungen ist es, die Neugierde auch für theoretische Themen bei den kleinen Besuchern zu wecken. An dieser Stelle sei auch ein Dank an die Sparkasse Westmünsterland gestattet, die ebenfalls finanzielle Beiträge zum Gelingen der Veranstaltungen geleistet hat. Der Verein hat sich auch beim Musikabend am AHG eingebracht. Geplant sind die Anschaffung eines Sockels für die Hegius-Büste und die Anschaffung einer Gedenktafel für das Wandgemälde im AHG. Auch ein Buchprojekt über die Entstehungsgeschichte des AHG ist angedacht.
Aber bei allem soll das Gesellige nicht zu kurz kommen. So sollen in angemessenen Abständen „Events“ angeboten werden – so lautet z.B. eine Vorstellung. Die „Jubiläumsjahrgangsstufen“ planen ihre Feier in enger Zusammenarbeit mit der Mitgliederversammlung des Vereins. Man wird sehen! Jedenfalls gibt es gute Gründe, dem Verein alles Gute zu wünschen, ein starkes Wachstum und Zusammenhalt und Erfolg.
In diesem hegianischen Sinne: „vivat, crescat, floreat!“